Monogam? Monogramm!

Kopf ab. War mir irgendwie lieber.

Soon-Yi Previn ist ja die Heldin, eine Heldin, in dieser fürchterlichen Geschichte. Aus der NYT:

„Not all of Mr. Epstein’s presents were warmly received. In 2016, Soon-Yi Previn, the wife of Mr. Allen, thanked Mr. Epstein for “the sweatshirts,” but asked that next time they not be monogrammed: “so when I regift it no one will suspect.” Mr. Epstein advised that she could always regift them to someone with the same initials.“

Man sieht: Die ganz Upper West Side Höflichkeit (Für Geschenke bedanken! Schriftlich!) bringt einen nur in Schwierigkeiten. Schon krass, wieviele ihm auf den Leim gegangen sind.

Achja, Vermögensverwalter war er auch, oder hat es versucht, hier spannend nachzulesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Epstein

Selbst sei der Mensch! Sachen selber kaufen. Vermögen, so vorhanden, selber verwalten. Steuern zahlen. Bescheiden sein. Es muss nicht immer Prada sein. Hermès tut’s auch.

Moving Image? Media Innovation?

Eine neuerliche Recherche, nachdem sich der erste Ärger gelegt hat: Die ‚Film Commission Region Stuttgart‘ beschreibt das Werden dieser Entscheidung als Ergebnis des „großen Engagements vieler Beteiligter“, es entstehe ein „offener Ort für Austausch, Qualifizierung und Sichtbarkeit“ und es sei gar ein „Baustein für ein mögliches Stuttgart Media Innovation Center (SMIC)“.

https://film.region-stuttgart.de/aktuelles/news/ein-starkes-signal-fuer-den-film-und-medienstandort-region-stuttgart/

Ja was denn nun? Bewegte Bilder? Medieninnovation? Eigentlich ist das egal, denn der Preis ist zu hoch und die Kassen sind zu leer. Die Konsequenzen haben andere zu tragen, Menschen mit Behinderungen, Arme, Alte, Schüler.

Kommt alles anders? Fast mag man es zu hoffen. Im Moment fehlt die Kraft dazu.

Kraftvoll fordern diese:

Dann fordert mal schön. Interessant: Betriebskosten wurden bereits gesenkt, für ein Gebäude, das in 3 Jahren fertig wird. Das ist wie bei Uli Keuler „Zeit und Raum – aber des check i au no!“

Man möchte sich die nächsten 3 (oder 4, oder 5 Jahre) einfach ins Gefrierfach zurückziehen.

„Eine Stadt muss auch solche Projekte machen, eine Landeshauptstadt erst recht“

…sagt jedenfalls Kulturbürgermeister Fabian Mayer (CDU). Andere sagen „Erst die Pflicht, dann die Kür“, etwa der Bund der Steuerzahler. Oder selbst die AfD hat hier mal Recht (sic!): „Stuttgart ist kein kleines Hollywood. Wir sollten uns um die wahren Probleme kümmern…“.

Nur die CDU und die Grünen sind einträchtig dafür. Das ist schon erstaunlich! Wobei – es gibt Stimmen, die die Grünen als die Schwarzen von morgen sehen. Der großartige Rainald Grebe schrieb es in sein Lied „Prenzlauer Berg“, „Schwarz-Grün wird die Republik, hier ist sie es schon!“. Das war 2011.

CDU und Grüne haben 28 von 60 Stimmen im Stuttgarter Gemeinderat. Ist da eigentlich Fraktionszwang?

Ein Prüfstein für die Vernunft diese Abstimmung. Passen Vernunft und Politik zusammen?

Bald ‚SMIC‘ für alle oder Filmhaus im Kaufhaus?

Wenn das so weitergeht werden hier noch mehr den Mindestlohn (französisch ’smic‘) erhalten, denn dann ist einfach die Kohle alle. Aber worum geht es? In Stuttgart soll ein ‚Haus für Film und Medien‘ gebaut werden, das Projekt läuft schon lange, es gab mal ein Kommunales Kino, ein Filmhaus, das musste weg, dann sollte die „Kulturmeile“ verlängert werden und nun ging es vor einiger Zeit los!

Ein anderes Kaufhaus hatte beschlossen, das gleichnamige Parkhaus in einen ‚Mobility Hub‘ zu verwandeln. Sprich: Abreißen, neu bauen. Flächen für irgendwas anderes ausser Autos gibt es dort dann wohl auch, jedenfalls werden die auch schon beworben. Und daneben: Endlich Platz für dieses ‚SMIC“, das ‚Stuttgart Moving Image Center‘. Ein großes Loch wurde gegraben, und ein schickes Schild aufgestellt.

Bauschild SMIC

Nun gibt es aber ein Problem: Die Stadt, in der dieses SMIC gebaut werden soll, hat leider ganz überaschend kein Geld mehr. Die Gewerbesteuereinnahmen – weggebrochen! Der Handel – setzt zuwenig um! Das Weihnachstgeschäft – mäßig. Weil das alles offenbar nicht zu erwarten war muss nun alles schnell gehen: Der Oberbürgermeister gibt ein Interview, in dem er sagt, dass er das SMIC eigentlich nicht mehr bauen will, aber muß. Der Finanzbürgermeister dito, er sagt es gibt kein Geld mehr dafür, aber das hätte er schon vor zwei Jahren gesagt. Der Gemeinderat? Da wird es spannend! Die „Grünen“ Fraktion gibt eine Presseerklärung raus:

Mit ziemlich drastischem Ende: „Deshalb stehen wir GRÜNE weiterhin klar hinter dem SMIC und setzen uns entschieden für die Realisierung dieses beispielgebenden Projekts ein. Das SMIC ist nicht „aus der Zeit gefallen“ – im Gegenteil: Es ist wichtiger denn je, wenn diese Stadt eine Zukunft haben soll.“

Der OB meint das auch, oder zumindest ähnlich:

https://www.stuttgart.de/service/aktuelle-meldungen/2026/januar/ob-nopper-zum-haus-fuer-film-und-medien-wir-sollten-den-fahrenden-zug-nicht-mehr-stoppen

Allerdings mit interessanten Einsichten: „Gegen einen Baubeschluss spricht auch die Kreditobergrenze, die uns mit hoher Wahrscheinlichkeit das Regierungspräsidium bei der Genehmigung des Doppelhaushalts ins Stammbuch schreiben wird. Diese Kreditobergrenze kann dazu führen, dass nach einem Baubeschluss für das Haus für Film‐ und Medien im Finanzplanungszeitraum andere Investitionsprojekte nicht mehr umgesetzt werden können.“

Sei’s drum, der „Zug ist nicht zu stoppen“. (Hä? Welcher Zug? Gerät hier etwas durcheinander, mit Stuttgart21 oder so? Ist das allen handelnden und Presseerklärung gebenden Leuten bewußt?)

Fest steht, das Projekt wurde von 80 Millionen (2020) auf 115 Millionen teurer, und wird im Jahr knapp 10 Millionen Defizit erzeugen. Naja, vielleicht auch nur 5 Mio, weil „OB Nopper wird dem Gemeinderat empfehlen, einen Baubeschluss zu fassen, mit der Auflage, dass bei den Baukosten alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden müssen und dass die prognostizierten Betriebskosten deutlich zu senken sind.“ Das wird bestimmt super klappen!

Übermorgen ist die Abstimmung im Gemeinderat. Mal sehen wie das ausgeht. Achja, die Stadt ist im Besitz eines anderen ziemlich großen Gebäudes, das leer steht. Hat auch nur gut 50 Millionen gekostet. Und das Parkhaus ist auch schon fertig:

Das Loch, ja das Loch… in der Königsstrasse war es der Stadt auch egal, das Benko-Loch. Hier könnte… vielleicht ein Schwimmbad entstehen. Als Ausgleich für eines der Bäder, die bald schließen müssen.

Man kann nicht sagen, dass es in dieser Stadt nicht spannend sei. Achja, bald sind auch Landtagswahlen.

Im Hintergrund übrigens die nächste Baustelle. Wie geschrieben, es bleibt spannend.

Gönnen können

„gönnen“ aus Wiktionary
„können“ aus Wiktionary

Auch das muss man können, das Gönnen.

„Gönn Dir doch mal was!“ – „Kann ich nicht.“ Tja, Pech gehabt. Kann man aber lernen. Gönnkurse wären eine Geschäftsidee für leistungsorientierte Boomer und Gen X Menschen. Aus Y, Z oder gar α wird man wohl weniger Zulauf haben.

Natural Born Machthaberin

Sind das nicht alle Frauen? Qua natura? Sie haben Macht über das Leben. Sie haben Macht über die Kinder. Sie haben Macht in der Beziehung. „Happy wife – happy life!“ sagt der Angelsachse.

Männer hingegen – müssen sich die Macht erwerben, kämpfen, fies sein, Leistung bringen. Schon um dem Vater zu gefallen. Frauen, Mütter lieben bedingungslos. Die Macht der Liebe, Liebe ist Macht, ist mächtig. Der Mann aus Galiläa hat das auch gleich gecheckt.

Daher ist ja auch Genderwissenschaft richtig. Wenn man es richtig macht. Und nicht um Macht auszuüben.

„I am not convinced“

Die Älteren erinnern sich: Joschka Fischer auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2003, Rumsfeld hatte schon über ‚Old Europe‘ gelästert, Schröder rückte ab von den USA, und schließlich musste die CIA mit hohem Aufwand Informaten finden, welche die gewünschte Geschichte erzählen.

Heute legt man einfach los, zack. UNO-Mandat? Sicherheitsrat? Alles zu anstrengend. Es müssen aussenpolitische „Erfolge“ her damit genügend Wähler bei den Midterms den Helden Trump doch wieder auszeichnen.

Screenshot aus ‚Truth Social‘, 3.1.2025

Natürlich geht es um’s Öl, wie damals im Irak. Natürlich sind Opfer zu bringen, bestensfalls bei den Anderen, aber auch unter eigenen Soldaten wäre es dem „HUNTER“ egal.

Wobei… eigentlich brauchen die USA doch gar kein Öl mehr! Auf ‚Truth Social‘ wird mächtig Werbung gemacht für das Joint Venture der Mutterfirma dieser Online-Dreckschleuder mit einem Fusionsreaktor-Entwickler. Der sei quasi fertig. Investieren Sie! Kaufen Sie! Seien Sie dabei.

Aber das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte: https://www.politico.com/news/2025/12/18/trump-social-media-merger-deal-00697310