Wenn man, wie oft, zum leckeren Hotelfrühstück so spät ist, dass es grad zur Aufnahme der Kalorien und zur Zufuhr von Koffein, aber nicht zum -mindestens ebenso notwendigen- Genuss reicht, man dann hoffend die Bahn-App immer wieder öffnet und herunterswipend hofft, dass durch eine Verspätung, wie schon oft, doch noch etwas Genusszeit geschenkt werde, und es nicht so ist, und man dann, am Bahnhof, nach Bugsieren des Gepäcks über Schotterflächen, Leitlinien für Menschen mit Behinderungen, Bordsteine, und vor allem anscheinend über unsichtbare Hindernisse, die den Rollkoffer, dessen Schwerpunkt durch Aufsetzen des Rucksacks und Anhängen von Kissen und Stofftasche sich deutlich nach oben verlagert hat, eben doch strauchelt, wenn man also dann also in die Bahnhofshalle kommt und sieht: 9 Minuten Verspätung, und denkt, erschöpft, sich als Opfer einer universellen Verschwörung fühlend, oder mindestens der Umstände, wenn man also dann denkt: Sch… Bahn! dann ist das Täter-Opfer-Umkehr für Anfänger.

Und, dann ist auch schon wieder guuut:
