Gewaltmonopol

Mit solchen Fernhalte-Stecken suchen sich Ordnungskräfte der Volksrepublik China Angreifern zu erwehren. Diese stehen überall herum. Wohl auch zur Beruhigung des Volkes. Wie auch generell viele Maßnahmen hier doch dazu dienen sollen, jegliche Beunruhigung zu vermeiden. Also kein facebook, Youtube und sowas. Ist es China vorzuwerfen?

Wie auch immer: Man rechnet also nicht mit Schusswaffen, sondern maximal Messern oder (siehe die Schilde) Knüppel, Steinen oder sonstigen Wurfgeschossen. 

Somit bleibt das Gewaltmonopol beim Staat, grad mal verglichen mit anderem Staaten die hier die Bürger mit einbeziehen. 

Okee, neulich wollten in Ningbo Leute Sprengstoff entsorgen, den sie offenbar selbst hergestellt hatten. Das ging schief. Aber immerhin bleibt an der Schanghaier Messe alles ruhig und die größte Gefahr geht von illegalen Katalogverkäufern aus. Oder von dem Toiletten.

Sprechsieb

Wunderbar. Suche eigentlich nur eine Briefkastenanlage. Weil ich fest an das geschriebene und auch gedruckte Wort glaube. Und an Zeitungen in Papierform. Wenn dann die ankommende Kommunikation durch ein „Sprechsieb“ gelaufen ist – kann nix mehr schiefgehen.

Wäre doch mal eine interessante App, läßt nur relevantes durch. Oder als eine Art Hörgerät. Für gestresste Ehemänner und -frauen.

Wohlan: Was gibt 7×7? Sinn!Sprechsieb

Hoffnung mit Rabatt

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In Aulnay-sous-Bois bei Paris gibt’s einen Supermarkt wo man Hoffnung kriegt. 100% halal, aber auch 100% discount. Also Hoffnung für umme. Eigentlich ein Symbol für das Leben. Oder wie der Franzose sagt: „Tant qu’il y a de la vie, il y a de l’espoir.“. Was wiederum ein article partitif ist. Also wie bei „du beurre“. Von der großen Menge Butter auf der Welt genau soviel wie auf die  ‚tartine‘ paßt. Oder ‚un verre du vin‘.

Donc: Hoffnung – es genug für alle da!

Europäische Begegnung

Diesen europäischen Diskurs gilt es jetzt immer mehr zu führen, ‚en passant‘, oder auch mal ‚en restant‘: Die polnische Mama, 2001 nach Deutschland gekommen, die sich noch an das Kriegsrecht Anfang der Achtziger erinnert („die Läden waren ganz leer, und überall Polizei“), welche dann hier den türkischen Papa kennengelernt hat, der als Kind schon hier in der Grundschule war, das nun die jüngere Tochter besucht, während sich die ältere Tochter mittlerweile durch das Latein am humanistischen Gymnasium kämpft.

Polen, Kriegsrecht, auch und natürlich die „DDR“, eigentlich waren wir, die BRDler, am wenigsten mutig. Dann aber jetzt, umso mehr. Für unser Europa.

Hört Euch den hier an

hör auf den kopf zu rasieren durch die strassen zu marschieren
wir können nicht riskieren uns nochmal zu isolieren
wenn kulturen kollidieren darf man nicht diskriminieren
sondern muss sich informieren um sich umzuorientieren
ist die psyche nicht in ordnung tut man zuviel konsumieren
legal oder illegal man muss sich therapieren
ich will euch nicht schockieren denn da liegt mir nicht viel dran
deshalb werd ich jetzt pausieren und verbleib mit hört euch den hier an

Die Fantastischen Vier / 4 gewinnt / 1992

Getaway and Hideaway

Get away from where? Hide away from whom? Even better in the version of ‚Cultural Hideaway‘, ‚Luxury Getaway‘ or even ‚Luxury Cultural Hideaway‘, as seen near Garmisch-Partenkirchen. (Wait, nearby was another hideaway… something with birds… or wolves… no, that’s somewhere in Poland.)

Quite a lot of folks would be glad to ‚get away‘ or ‚hide away‘, in the middle east, in Africa. And we, we hide from?

‚He comes, he comes!‘

 

 

Recht und Gerechtigkeit

Diese Erzählung hat mich ziemlich beeindruckt. Die Familie bekommt am 1. Advent die Kündigung der Altbauwohnung. Diese soll verkauft werden, zu einem Preis der vor 5 Jahren noch für ein Häusle im Umland gereicht hätte. Heute auch nicht mehr.

Auf meine Frage an die Mutter ob sie denn mit der Kündigung schon zum Anwalt ist meinte sie nur: „ach nein, die letzten anderthalb Jahre wo wir wissen daß wir rausmüssen waren schon schlimm genug“. Eine neue Wohnung ist nicht in Aussicht. Vom Mieterbund-Berater kam die Info: „Jaaa vor 10 Jahren hätte die 92 jährige bettlägerige Oma noch Schutz gehabt, aber heute auch nicht mehr.“ Das ist auch nicht das was man von dort erwartet.

Was ist da los? Die Leute sind gesundheitlich auch nicht auf der Höhe, daher kann die Mama nur Teilzeit arbeiten, finanziell ist es eng, sie haben einen 11 jährigen Sohn. ‚Kauf bricht Miete nicht‘ – das gilt noch immer. Ich bin der Meinung daß ein guter Anwalt ihnen sicher einige Zeit noch helfen kann, Zeit die gebraucht wird eine Wohnung zu finden.

Hoffentlich kommen sie zum Mut, sich ihr Recht zu nehmen. Wir sind ein Land in dem man sich die Rechte nehmen muß. Es dient uns damit, aber es dient uns diese nicht ständig an.

Ansonsten gehen wieder Menschen weg die ein Viertel wohnenswert machen, die man auch mal tagsüber auf der Straße trifft, die kommunizieren, und nicht nur morgens schnell einen ‚coffee to go‘ holen und dann im System verschwinden. Wenn unsere Stadtviertel diese Menschen verlieren, wenn nur noch die Reichen sich das ‚Schöner Wohnen‘ leisten können, dann geht etwas verloren was dieses Land noch ist.