If trees could tell

Oder Bäume. Oder Zäune. Gerade die Zäune, vom langsamen Ausgeschlossensein. Vom Unheil, das naht. Vom alten Maximilian Benedikt, der da vorne in der Villa wohnen durfte, und dort 96-jährig starb. 30 Jahre vorher hatte man ihn und seine Famile mit höchsten Ehren versehen, nicht ohne Grund und Bedingungen.

Ein Schild im Rasen machte mich aufmerksam, mit toller 3D-Simulation auf dem Handy. Im Park findet man noch den alten Gotischen Turm.

Man versteht leichter, warum viele blieben. Sie konnten es nicht glauben, waren doch hier angesehen, sicher auch geschätzt wegen ihres Vermögens, verwurzelt, wie die alten Bäume.

Heute geht es nur noch um Geld, nicht mehr um Menschen? Im grossen Silos wird es, werden sie – verwaltet.

Never forget. Erinnern, entdecken, wachsam sein.

Rothschildpark, Frankfurt am Main

Noch sparsamer?

Es gibt Druckschriften, die lassen einen ratlos zurück, aber gewiss: Ich bin zu verderbt von Ausschweifung und Gelagen, gerade im häuslich-ehelichen Bereich.

Aber dass da so ein Kerl seine Frau (sein Weib?) so anschaut und sie dann auch noch mit seinem Haus vergleicht, wie wenn Sie ein Gütesiegel trüge (A+++ nach EU Norm) und sie sich dessen auch tagtäglich würdig erweist, etwa durch sparsames Kochen (Restwärme der Platte nutzen!), zuvor vernüftigen Umgang mit dem Haushaltsgeld (Haushaltsbuch! Wird Samstag nachmittag zusammen durchgegangen.) beim Einkauf, und durch Bedacht bei der Freizeitgestaltung (kostenfreie Angebote nutzen!) – ja, allein diese Gedanken lassen einen misstrauisch werden. Am spannendsten ist aber, zu überlegen unter welchen Umständen der Titel gestaltet wurde. Als Witz gedacht? Ist schon immer so? Der Entscheider ist >60 und winkt eh alles durch?

Der Vorhang zu, und alle Fragen – spannend!

Sanierungsfall?

Am Hauptbahnhof Stuttgart, mal mit etwas mehr Zeit als sonst.

Man kommt da links raus, und geht nach rechts auf den Querbahnsteig. Sind einige Leute unterwegs da, heute etwas weniger, es ist Sonntag. Man sieht das hier, wenn man also ein wenig mehr Zeit hat. Vielleicht eine durchzieht, noch einen Anruf macht.

Die Frage drängt sich auf: Hat man etwas davon, den „Sanierungsfall Bahn“ (neulich in den Medien, mal wieder) so augenscheinlich zu zeigen? Immerhin ist das ja Deutschlands bekannteste Bahn-Baustelle! Und, wer wäre dieser „man“? Mal näher hinsehen.

Thunfischfilet, FFP2-Maske, ein kaputter Feuerwehrschlauch, ein Caipirinha-Glas, das verführerisch da liegt. Mit einem Stock es rausangeln? Die Bauzäune sind gut verkettet.

Dazu etwas, was früher wohl mal „Grundwassermanagement“ war. Es tropft noch. Vielleicht doch noch Druck drauf. Also lieber den schönen Durchflusssensor nicht klauen.

Das ist lieblos, verantwortungslos und einfach nur eine Sauerei! An vielen Stellen dieser Stadt sieht es so aus. Warum unbedingt an dieser? Vielleicht weil jemand den Schlüssel zum Vorhängeschloss am Bauzaun verloren hat. Wie wird es besser?

edit am Abend, man soll ja konstruktiv sein:

Delta e

Supermarkt, die Bio-Kartoffeln kosten 2,90 Euro. Die Milch, aus hoffentlich glücklichen Umständen für die Kuh, 1,35 Euro. Dann noch Gemüse, Obst, Dosenware und Getränke. Sollte so um die 70 Euro sein der Einkauf, wenn man die Preise zusammenzählt, die genannt sind. An der Kasse – 133 Euro! Kein Problem?

Kein Problem bei den e-Autos, hier dem neuesten Produkt aus dem Hause Mercedes-Benz, der „EQE“, was für ein beknackter Name, achja, wohl damit zweimal „E“ drin vorkommt. Oder um auf die Verdopplung des Verbrauchs im Vergleich zum Testverbrauch hinzuweisen.

Kein Problem, denn: Solche Abweichungen, das sind die Kunden gewohnt. Vom Schummel-Diesel zum Schummel-e-Auto.

Kein Problem, denn – die allermeisten Autos dieser Kategorie werden als Dienstwagen genutzt. Da ist alles mit drin, auch der Verbrauch. Die Firmen, die solche Autos ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, verdienen gut. Also – Gewinn etwas niedriger, die Hälfte zahlen – wir alle. So geht sozial verträglicher Umweltschutz! Alle helfen mit!

Na, Corona?

Masken, Inzidenzen, Atemangst – Impfen, Boostern, Beten. Schlaglichter einer Pandemie.

Größter Einzeleinfluss jemals. Alles anders? Lebensverändernd sicher. Dankbar dass keine Krankheit in schlimm, „wünsche einen milden Verlauf“. Jeden Tag dran denken. Das Gespräch weglenken. Dann doch wieder. Der hat dies, die hat das. Krank sein, gesund sein. Dieser Fokus! Wo sind Magen-Darm, Schnupfen, Hautausschlag – wo Grippe, Husten, Bronchitis. Wo die Mittelohrentzündung, die Angina, die Warze.

Früher ist man halt zuhause geblieben. Heute wird gestestetgetestetgetestet – positiv! Falsch positiv! PCR, Schnelltest, Zertifikat. Spaltung, Impfangst, schlechte Laune. Querdenker, ausgerechnet die. Verschwörer, Schwurbler, Scharlatane. „Mein Nachbar hat ja…“.

Glorifiziert und überschätzt das Impfen. Dennoch froh darüber. Jetzt noch Omikron, dann haben wir’s. Vielleicht. Überraschungsmoment, wie immer. Leben wir.